Ein empirischer und theoretischer beitrag zur gesundheitsökonomie.

1 EINLEITUNG

Ein Kennzeichen des heutigen Gesundheitswesens liegt in der immer noch mangelnden Berücksichtigung der Gesundheitsförderung bzw. -vorsorge. Die Förderung einer lebenswerten sowie gesundheitsfördernden physischen und sozialen Umwelt spielt eine untergeordnete Rolle in der Gesundheitspolitik, obwohl mit dem Instrument der ökonomischen Evaluation versucht wird, den Einsatz von Maßnahmen von deren Effizienz abhängig zumachen und so ein objektives Beurteilungskriterium zu schaffen. Die Konzentration derMedizin liegt jedoch weiterhin auf der Reparatur von Gesundheitsschäden. Zu den vernachlässigten Aspekten der Gesundheitsförderung zählt als Bestandteil der physischen Umwelt auch das Licht.

Heutzutage herrscht in den Industriegesellschaften ein durch den Einsatz von Kunstbeleuchtung hervorgerufener Mangel an natürlichem Licht. So wird z.B. eine v.a. in den nördlichen Breiten weit verbreitete Krankheit, die saisonal abhängige Depression (SAD) -in der Umgangssprache auch Winterdepression genannt - durch den Mangel an natürlichem Licht verursacht.

Die Bedeutung von Licht für den Menschen wird vielen immer mehr bewußt. Durch die sich immer weiter verschlechternden Umweltbedingungen nimmt die Sorge um die Gesundheit vieler Menschen zu. Die Individuen machen sich Gedanken über die Gestaltung ihrer Lebensbereiche, bei der auch der Faktor Licht eine wichtige Rolle spielt.

Die zunehmende Akzeptanz der Bedeutung des Faktors Licht kann auch auf dem Gebiet der Medizin beobachtet werden. Die Anwendung der Lichttherapie, u.a. auch für die Behandlungder Winterdepression, wird immer häufiger durchgeführt. Doch stellt dies einensehr kleinen Bereich des gesamten Systems dar.

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